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Was ist LCN ?
Die Elektroinstallation macht zur Zeit eine grundlegende Wandlung durch: Die herkömmlichen Installationsgeräte wie Schalter, Taster, Sensoren, usw. werden ersetzt (oder ergänzt) durch kleine Computermodule. Diese Module fragen Taster ab, schalten / dimmen Leuchten, steuern Jalousien, regeln die Heizung, überwachen das Gebäude, usw. Alle Computermodule im Gebäude sind miteinander verbunden. So kann jedes Modul jedem anderen Informationen und Befehle übermitteln. Ein solches Netzwerk von Modulen ist ein Installationsbus.
LCN (Local Control Network) ist ein Installationsbus - System für Wohn- und Zweckbauten. Es übernimmt die Funktionen der herkömmlichen Elektroinstallation und perfektioniert diese: Die Gebäude werden besser und komfortabler steuerbar. Dank eigener Intelligenz spart LCN Energie bei Licht und Heizung.
Die Gebäude lassen sich leichter überwachen über Tableaus und Visualisierung.
Da LCN keine Grundinstallation erfordert, ist es in einem beispiellos weiten Bereich einsetzbar: vom Einfamilienhaus (die Einstiegskosten liegen bei unter € 700,- für eine komplette Basisinstallation, die immerhin schon 8x schalten und 4x dimmen, usw. kann) bis hin zu den größten Gebäuden mit bis zu 30000 Modulen (über 500 000 Datenpunkte). Das größte Busobjekt in Deutschland wurde mit LCN realisiert.
LCN wird in der Fachwelt als technologisch führendes System angesehen: LCN bietet eine überlegene Funktionalität dank hohem Dateninhalt in den Telegrammen. LCN bietet hohe Flexibilität in der Bedienung: Funktionen werden nach Kundenwunsch gestaltet.
LCN bietet sehr hohe Detailqualität. Beispiel Lichtregie: 100 Lichtszenen/Kreis schon eingebaut, Lichtübergänge und Ablaufsteuerungen auf vier verschiedenen Wegen realisierbar.
LCN verträgt sich hervorragend mit der konventionellen Installation.
LCN ist sehr leicht zu installieren - eine freie Ader auf der Installationsleitung genügt.
LCN ist sehr preiswert dank multifunktionaler Module.
LCN ist sehr leistungsfähig, die Datenübertragung ist 3x bis 30x schneller als bisher üblich.
Besonders wichtig für die Praxis: LCN bietet für die gleiche Aufgabe immer mehrere Lösungen, je nach Größe des Objekts und Etat des Bauherren. Mit einer preiswerten Variante kann ein sparsamer Bauherr für die Bustechnik gewonnen und mit einer Luxusvariante auch der anspruchsvollste Bauherr begeistert werden. LCN verträgt sich gut mit konventioneller Installationstechnik. Es läßt den Bauherren die Freiheit, LCN nach Bedarf bis zum Vollausbau installieren zu lassen.
Mit LCN können unter anderem folgende Funktionen realisiert werden: Energie sparen mit einer Temperaturregelung, Treppenhauslichtfunktionen oder Innenbeleuchtung in Abhängigkeit vom Außenlicht regeln. Lichtregie: Lichtszenen speichern und abrufen.
Sonnenschutzsystem Tore usw. automatisch steuern (z. B. wetterabhängig).
zeitabhängige Steuerungen automatisch ablaufen lassen.
Zeiterfassungssystem, Zutrittskontrollen.
Raumüberwachung, Gebäudeüberwachung.
Alarmmeldungen nach DIN verarbeiten und darstellen.
Alle Funktionen können jederzeit umprogrammiert werden.
...... und vieles Andere mehr. Der Fantasie und Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
Die Vorteile ! LCN bietet im Wesentlichen fünf entscheidende Vorteile: LCN ist sehr leistungsfähig - es steht im Punkto Übertragungsleistung der Installationsbusse weltweit an der Spitze. LCN bietet unerreicht viele Funktionen pro Modul. Dank dieser Vielfalt passt LCN sich dem Gebäude und den Ansprüchen des Bauherren flexibel an. Und das bei sehr einfacher Planung.
LCN verfügt als einziges System über ein dreistufiges Quittungs- und Meldewesen und ermöglicht so sehr hochwertige Anlagen - mit umfassender Gebäudeüberwachung
Dank höherer Integration ist LCN preiswerter als andere Systeme: Das senkt die Einstiegsschwelle des Bauherren!
LCN ist unerreicht einfach zu installieren und zu programmieren. Das hilft dem Fachingenieur und dem Elektroinstallateur. Und es hilft dem Bauherren: Sein Ansprechpartner bleibt sein Elektroinstallateur "um die Ecke" - und nicht ein teurer Spezialist.
Damit zeigt das LCN den Weg in die Zukunft: Langfristig werden nur solche Systeme wirklich flächendeckend erfolgreich sein, die sich perfekt an den Bedürfnissen der Bauherren, der Planer und der Elektroinstallateure orientieren - wie LCN!
Die gravierenden Vorteile auf einen Blick Bauherr Funktionalität -Komfort, Sicherheit, Prestige, ... Gebäudemanagement -Überwachung, Energieeinsparung, ... Kosteneinsparung -Temperatur- und Lichtregelung, Zugänge, Tableaus, Störmeldungen, ...
Das System !
Grundlagen und technische Informationen LCN integriert die gesamte Gebäudeinstallation in ein umfassendes Bussystem: Dort, wo bisher Schalter saßen, werden jetzt kleine Computersysteme eingebaut. Alle Module werden über eine zusätzliche Ader der gewöhnlichen Installationsleitung miteinander verbunden. Über dieser Ader und den Neutralleiter tauschen die LCN - Module untereinander Nachrichten aus. So kann ein Modul einem beliebigen anderen mitteilen. "Schalte Deinen 2. Ausgang ein!"
Der Clou beim LCN: Die Module arbeiten absolut selbständig, sie brauchen weder eine getrennte Stromversorgung, noch eine spezielle Zuleitung. Und sie bieten immer gleich mehrere Funktionen: Zwei Schaltausgänge und zwei/drei unabhängige Eingänge ermöglichen es, mit weniger Modulen und weniger Verdrahtungsaufwand auszukommen, als das bisher nötig war.
Alle LCN - Module beinhalten neben der Sensorik und Aktorik auch mehrere Zeitgeber und Verknüpfungen sowie Regler, Schwellwertauswertungen und eine Zähl- / Rechenfunktion, so dass automatische Steuerungen direkt vor Ort realisierbar sind.
Auch für das Erfassen und Verarbeiten analoger Messwerte sind LCN - Module gerüstet. Die Messwerte können fernabgefragt werden.
Multi - Master - Bus Als modernes System benötigt LCN keine Zentrale: Alle Module sind intelligent genug, den Datenverkehr untereinander selbst zu regeln. Jedes einzelne Modul kann als "Master" den Bus steuern. Der Bauherr kann als "Master" den Bus steuern. Der Bauherr kann ganz klein anfangen - schon zwei Module bilden ohne weitere Hilfsmittel einen funktionierenden Bus. (Tatsächlich können Sie die Module sogar einzeln einsetzen, z.B. mit IR - Empfänger als fernbedienbaren Doppeldimmer oder als Zutrittskontrolle.)
Stück für Stück kann das LCN - Bussystem bis hin zu großen Gebäudekomplexen ausgebaut werden. Die Grenze liegt bei 30.000 Modulen. Damit können 10.000 bis 60.000 Räume pro Objekt ausgestattet werden, je nach Anspruch des Bauherren.
Aufbau Ein LCN - Bus ist einfach zu verdrahten. Bis zu 250 Module werden über nur drei Anschlüsse direkt miteinander verbunden (Phase, Neutralleiter und die Datenader) und bilden ein Segment. Bis hin zu mittleren Objektgrößen braucht die untere Busebene nicht verlassen zu werden.
Für die Datenader wird einfach eine freie Leitung einer NYM - Leitung genutzt. Sie kann genau wie die anderen Adern behandelt werden. Trennstege, etc. sind nicht erforderlich.
Bei großen Gebäudekomplexen können bis zu 120 dieser Segmente miteinander gekoppelt werden. Die Segmentierung kann zum Beispiel auch genutzt werden, um in einem Mehrfamilienhaus die einzelnen Wohneinheiten gegeneinander abzugrenzen und trotzdem die Kommunikation untereinander zu ermöglichen, z.B. für die Außenlichtsteuerung, Gefahrenmeldung, usw..
Adressen Damit jedes LCN - Modul ansprechbar ist, braucht es eine Adresse, eine Zahl zwischen 5 und 254, die per Installationssoftware ( LCN-P oder LCN-PRO) in Sekundenschnelle vergeben wird. Ein Zugang zum Modul ist dafür nicht erforderlich: Der PC wird an einer beliebigen Stelle an den Bus angeschlossen.
Wenn mehrere Netzsegmente über den Segmentbus gekoppelt werden, erhalten die Segmente jeweils eine Nummer zwischen 5 und 124. Zum Beispiel könnte die Flurbeleuchtung bei Familie Schmidt die Adresse Segment = 35, Modul = 207 haben.
Von jedem Punkt im Gesamtbus kann ein Datentelegramm an diese Adresse abgeschickt werden. Wenn mehrere Teilnehmer mit einem Telegramm angesprochen werden sollen, geschieht dies über die Gruppenadressierung. Pro Bussegment können 250 Gruppennummern im Bereich von 5...254 frei vergeben werden. Die Anzahl der Mitglieder pro Gruppe ist unbegrenzt.
Im LCN System werden Gruppen nur dann gebildet, wenn auch tatsächlich mehrere Verbraucher gleichzeitig angesprochen werden sollen. Bei einer Punkt-zu-Punkt Übertragung dagegen, wird direkt adressiert ("an Modul 55: EG WC Licht"), wie man es intuitiv auch erwarten würde.
Neben der Anschaulichkeit gibt es noch einen weiteren wichtigen Grund für die direkte Adressierung: Module können einander Informationen zur Weiterverarbeitung direkt zusenden und bilden so ein "neuronales" Netzwerk, das mit steigender Modulzahl immer intelligenter / leistungsstärker wird. Das ist für zukünftige Automatisierungsaufgaben wichtig.
Datenübertragung Im LCN - System werden durchschnittlich 100 Telegramme pro Sekunde übertragen (im LCN - Segmentbus sogar 1000 bis 10000). Das entspricht einer Datenübertragungsrate von 9600Bd (Segmentbus: 300 kBd ... 2,5 MBd). Die Ausnutzung eines schon vorhandenen Leiters spart Kupfer, vereinfacht die Installation und macht das System unabhängig von der Phasenlage der einzelnen Module. Das LCN arbeitet im Basisband, die bei Trägerfrequenzübertragung üblichen Hilfsmittel (Phasentrenner / -koppler, Sperren, etc.) sind nicht erforderlich.
Zur Vereinfachung der Installation nach VDE ist die Datenader per Definition eine Netzader, obwohl im regulären Betrieb Spitzenspannungen von nur ± 30V anliegen. Gegen höhere Spannungen am Datenanschluss - z.B. bei einem Installationsfehler - sind die Module geschützt - bis 2 kV ! Die Datenader darf im Gebäude beliebig verdrahtet werden, eine spezielle Topologie wie z.B. die Sternform braucht nicht eingehalten zu werden. Die maximale Gesamtlänge beträgt 1km und kann mit Zwischenverstärkern verlängert werden. Außerdem sind Lichtleiterkopplungen - z.B. zwischen Unterverteilungen - möglich. Bei Kunststoff - Lichtleitern, die mit einfachen Mitteln auf der Baustelle angeschlossen werden können, beträgt die Reichweite 100m / Strecke. Mit Glasfaserkopplern werden pro Strecke 2km (optional 5km) erreicht.
Telegramme LCN - Datentelegramme haben eine flexible Struktur und können unterschiedlich lang sein.
Die Grundkomponenten:
Absender, Ziel, Prüfsumme, Info, Daten, usw....
Im Durchschnitt können auf der unteren Busebene etwa 100 Telegramme pro Sekunde übertragen werden. Ein mehrstufiges Kollisionsvermeidungs-Verfahren stellt sicher , dass auch bei hoher Buslast die Buskapazität voll ausgenutzt wird.
Die Überprüfung der Aussendung ist mehrstufig aufgebaut, so dass LCN auch in solchen Umgebungen, die weit stärker gestört sind als geltende Normen zulassen, perfekt arbeitet.
LCN Datentelegramme enthalten in kompakter Form sehr viel mehr Informationen, als dies bisher möglich war. Sie beschreiben die Funktion eines Sensors oder Aktors vollständig. So enthält ein Kommando an eine Leuchte zum Beispiel nicht nur die gewünschte Helligkeit, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der diese erreicht werden soll. Zeitgeber brauchen nicht im Aktor programmiert zu werden, denn jedes Telegramm kann die Zeitinformation enthalten. So kann der gleiche Aktor beliebig viele unterschiedliche Zeitschaltungen ausführen - jede Taste kann ihm einen anderen Befehl senden.
Die Wartung des Busses wird wesentlich vereinfacht: So kann im Betrieb die Busfunktion beobachtet werden: Jedes Telegramm enthält alle erforderlichen Informationen, die in Klarschrift angezeigt werden: Wer sendet an wen, wie lautet der Befehl.
Zukunftssicherheit Bedingt durch eine hohe Innovationsrate in der Mikroelektronik hatten bisherige Anlagen nur eine konzeptionelle Lebensdauer von 10 Jahren. Das ist für Gebäude eine äußerst kurze Zeit.
LCN bekommt dieses Problem mit einem neuartigen, zweistufigen Konzept in den Griff. Zukünftige Entwicklungen können nahtlos eingebaut werden: Das Datenformat ist sehr flexibel: Für jede neue Funktion kann es neu definiert werden, ohne die Kompatibilität zu älteren Baugruppen zu verlieren. Sollte es einmal ganz neue Entwicklungen geben, die heute noch nicht abzusehen sind, gibt es schon jetzt Bits, die später die Übertragung ganz andersartiger Telegramme auf den LCN - Bus ermöglichen.
LCN ist systemoffen: Kopplungen mit anderen Bussystemen sind realisiert wurden, z.B. eine DMX-512 Schnittstelle (ein Bussystem im Bühnenbereich), OPC (Open Process Control), ModBus, DSI, usw. Für Eigenentwicklungen steht eine Schnittstellenbeschreibung zur Verfügung, die eine sehr umfassende Steuerung und Abfrage des LCN - Busses ermöglicht.
LCN wird ständig weiterentwickelt. So wird z.B. gerade die neueste Mikroprozessor-Generation implementiert, die den vorhandenen Modulen nahezu doppelte Funktionalität verleihen und die Entwicklung neuer Module vereinfachen wird.
Konfiguration Jedes LCN - Modul "kennt" die angeschlossenen Verbraucher und steuert sie entsprechend an. Glühlampen z.B. werden gedimmt, Gasentladungslampen per Powerswitch gefahren. Bei Rollladenantrieb wird sichergestellt, dass beide Ausgänge gegeneinander verriegelt sind; um den Motor nicht zu schädigen.
Diese wichtigen Angaben über den Verbraucher gibt der Installateur bei der PROGRAMMIERUNG ein. Das Modul wird daraufhin alle über das Netzwerk empfangenen Kommandos so interpretieren, dass die Verbraucher optimal gesteuert werden.
Beispiel Treppenhauslicht: Eine Leuchtstofflampe würde nach Ablauf der Zeit einfach ausgeschaltet. Bei einer Glühlampe jedoch würde das LCN - Modul nach 4/5 der Zeit langsam abdimmen, die Person steht nicht plötzlich im Dunkeln.
Module einrichten - mit LCN - P (oben) oder LCN - PRO (unten)
Bei der Programmierung teilt der Installateur dem Modul auch mit, welche Sensoren angeschlossen sind. Wenn sie z.B. einen Lichtsensor an den Tastatureingang geschaltet haben, müssen Sie das unter T - Anschluss eintragen: Sie aktivieren dadurch im Modul Funktionen zum Auslesen des A/D-Wandlers, zur Messwertglättung und zur Auswertung der Ergebnisse.
Bei der Gruppen-Programmierung teilen Sie dem Modul mit, in welchen Gruppen es Mitglied ist. Es wird fortan alle Befehle ausführen, die über den Bus an diese Gruppen gesendet werden. Last but not least umfaßt die Programmierung auch die Belegung der Tastatur.
Tastatur An LCN - Module können herkömmliche Taster aller Fabrikate angeschlossen werden und auch EIB-Taster. Da in großen Gebäuden sehr unterschiedliche Aufgaben auftreten können, sind bei LCN Tastenfelder frei programmierbar. Es liegt beim Planer / Installateur, die Charakteristika der Tastenfelder vorzugeben: Von einer einfachen Tastschaltung bis hin zur komplexen Regie von 32 Verbrauchern / Gruppen pro steuerndem Modul stehen beispiellos viele Möglichkeiten offen, alle Bauherrenwünsche zu erfüllen.
LCN unterscheidet grundsätzlich zwischen kurzem Tippen und einem langen Tastendruck, sowie dem anschließendem Loslassen. In allen drei Fällen wird ein frei programmierbarer Befehl ausgesendet.
Jedes Tastenfeld zeigt auf einen Blick seine Funktion:
Taste 5 sendet an: M44 EG Büro 102 Wand Licht Kurz: Ausgang 1, Ein/Aus Taster, Rampe 2 Lang: Ausgang 1, Dimme auf 50, Rampe 20 Los: Ausgang 1, Rampe anhalten
Alle Module enthalten zusätzlich zu jeder Tastentabelle auch Schattentabellen (Zweitbelegung): So können zwei völlig unterschiedliche Befehle von nur einem Tastendruck ausgelößt werden.
Zur Vereinheitlichung nutzen auch Sensoren die Tastentabellen. Bis zu 5 Schaltschwellen mit Hysterese sind nutzbar. Bei Über- / Unterschreitung sendet das LCN - Modul dann den bei der zugehörigen Taste hinterlegten Befehl in den Bus. Zusätzlich sind zwei Regler enthalten, die eine stete Steuerung ermöglichen, unabhängig voneinander.
Alle LCN - Module enthalten vier Tastentabellen und ermöglichen so mehr Funktionen.
Beim LCN werden die Tastenfunktionen dort eingestellt, wo sie hingehören: In der Tastatur. Das macht die Programmierung / Parametrierung einfach und übersichtlich.
Tasten - Finessen LCN - Tasten sind fernsteuerbar: Per Befehl kann jedes Modul veranlasst werden, beliebige Tasten "selbst zu drücken". Der Tastendrück-Befehl kann von 1s bis zu 45 Tage verzögert werden: Auf diese Weise kann z.B. ein Taktgeber für Lichtstimmungen genauso programmiert werden wie ein Langzeit-Timer.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, beliebige Tasten zu sperren. Im Zusammenhang mit den oben genannten Funktionen lassen sich so komplexe Steuerungsfunktionen programmieren - ohne tief in die Informatik einsteigen zu müssen.
Das LCN-Fernsteuersystem Da herkömmliche IR-Fernsteuerungen unhandlich und wenig flexibel sind, hat das LCN ein eigenes System mit computergesteuerten Sendern in zwei Bauformen: Ein großer Handsender (LCN - RT16) mit 16 Tasten und über 100m (!) Reichweite. Ein kompakter Handsender (LCN - RT) der an den Schlüsselbund passt und eine Reichweite von 10m hat. Er kann mit 4 Tasten 8 bis 16 Verbraucher / -gruppen individuell dimmen, schalten, bzw. Steuerungen auslösen. Schon im Fernsteuerbetrieb ist er damit anderen Systemen überlegen. Er bietet jedoch noch weitere Funktionen:
Über eine am Sender einzugebende Codierung können Schließsysteme realisiert werden. Die Empfänger - Module werten die Codes direkt aus. Weitere Installationskosten entstehen nicht.
Die Codierung kann auch zur Realisierung privilegierter Funktionen genutzt werden, der Chef könnte z.B. berechtigt sein, die Sollwerte der Lichtregelung zu ändern.
In einem Raum können bis zu 250 Sender unabhängig voneinander betrieben werden.
Last but not least kann ein komplexes Zugangskontrollsystem mit Zeiterfassung, etc. eingerichtet werden: Ein am LCN - Bus angeschlossener PC stellt dies dann über LCN - W und LCN - WA dar.
Alle drei Funktionen erfüllt das LCN - Fernsteuersystem gleichzeitig und unabhängig voneinander. Ohne Einschränkungen! Und weil die Empfangslogik bereits in jedem Modul vorhanden ist, braucht nur der preiswerte und winzig kleine Empfangsbaustein angeschlossen zu werden.
230V Ausgänge Die elektronischen Leistungsausgänge dimmen im Phasenanschnitt, wenn dies per Programmierung freigegeben wird. Geschaltet wird im Spannungs-Nulldurchgang. Wegen der kompakten Bauform ist die Last auf 2 x 300 VA oder 2 x 500 VA begrenzt. Da stark belastbare Halbleiter eingesetzt sind, dürfen die Ausgänge kurzzeitig bis zum 5 - fachen(!) überlastet werden. Für größere Lasten gibt es einen Relaisblock mit 8 Umschaltkontakten à 12 A / 16 A, 250V. Sollen größere Lasten gedimmt werden, kann der LCN - Leistungsdimmer mit 2 x 2000 VA eingesetzt werden.
Jeder Ausgang wird mit zwei Parametern gesteuert: Der gewünschten Helligkeit und der Geschwindigkeit, mit der diese Helligkeit angefahren wird.
Dazu enthält jeder Ausgang einen eigenen Zeitgeber / Rampensteuerung. Diese Zeitgeber werden nicht fest programmiert, sondern im Betrieb über die empfangenen Befehle gesteuert. Dadurch kann z.B. der gleiche Lichtkreis je nach aktueller Betriebssituation sehr flexibel ein ganz unterschiedliches Verhalten zeigen - ein Muss, wenn LCN als hochwertige Lichtsteuerung eingesetzt wird.
Für Lichtsteueranlagen verfügen die Module über weitere Eigenschaften, wie z.B. "dynamische Gruppen" zur Unterstützung teilbarer Räume: Je nach Stellung der Faltwände passt sich die Lichtsteuerung an. Alle Module verfügen über 100 Szenenspeicher pro Ausgang. Die Szenen kann der Kunde selbst einspeichern.
Visualisierung Mit der LCN - Tableaufunktion stehen in allen Modulen bis zu 12 "Lämpchen" zu Verfügung, die jeden Status eines beliebigen Moduls in Echtzeit darstellen können, als echte Funktionsquittung für z.B. einen Ausgang. Beim Tableaumodul (LCN-DI12) sind sie sogar einzeln herausgeführt, für die Ansteuerung von externen Lämpchen oder LEDs. Die Programmierung ist ein Kinderspiel: Man "sagt" jedem Lämpchen einfach, welchen Sensor oder Aktor es darstellen soll. Da neben den Anzeigen EIN, AUS auch BLINKEN und FLACKERN möglich ist, kann die Tableaufunktion Erstwert- und Letztwertmeldungen nach DIN darstellen. Sowohl die Tastenbedienung als auch die Störmeldeverarbeitung kann hierarchisch über beliebig viele Tableaus erfolgen. Störmeldungen können im Bus beliebig weiterverarbeitet werden.
Für die Visualisierung auf dem Bildschirm bietet LCN einen preiswerten Einstieg bis hin zu Großanlagen: Über die Windows-Software LCN-W können alle Schalt- und Dimmzustände im Gebäude angezeigt und gesteuert werden. LCN-W unterstützt bis zu 30 (!) unabhängige Visualisierungsbäume mit je beliebig vielen Bildschirmfenstern. Auf sehr einfachen Wege werden Folgesteuerungen erstellt. Über Zusatzmodule können eine Jahreszeitschaltuhr mit bis zu 8000 Zeitschaltungen und eine Zugangskontrolle realisiert werden.
LCN ist einfach zu installieren! 1.Verlegt wird Standard NYM - Leitungen. Vergessen Sie 3 adrige Leitungen ! Sehen Sie immer eine Reserveader vor! (NYM 4x1,5mm², 5x1,5, 5x2,5,..). 2.Die Busmodule werden direkt angeschlossen, ohne externes Netzteil, usw. 3.Verbraucher werden an die Ausgänge angeschlossen. 4.Peripherie-Komponenten werden an die entsprechenden "P", "T" oder "I" Buchsen am Busmodul angeschlossen 5.Busmodule werden mit LCN-P oder LCN - PRO eingestellt.
Vorteile dieser Installationstechnik sind: Datenader wird automatisch mit verlegt (kein Extra - Leitungsnetz). Erweiterungen sind leicht nachzuinstallieren.
Keine Drosseln / Netzteile notwendig.
Anschluss über schraublose Klemmen.
Einsatz von Standard - Taster, Schaltuhren usw..
Kopplung des Computers (über LCN - PC) an beliebiger Stelle des Netzes möglich.
Alles fernbedienbar.
Einfaches Programmieren. Keine Programmierkenntnisse erforderlich.
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